Humor macht high
Stanford: Eine Glücksdroge, die nichts kostet, nicht verboten ist, nicht dick macht und außer Bauchschmerzen, feuchten Augen und Luftnot keine ernsthaften Nebenwirkungen hat – ein herzhafter Lacher.
Wie amerikanische Wissenschaftler an der Universität Stanford entdeckt haben, sind Menschen, die viel lachen, nicht nur gesünder als ihre griesgrämigen Zeitgenossen, nach neuesten Erkenntnissen kann ein guter Witz sogar „high" machen. Denn Komik aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn.
Die technischen Daten des Humors sind bereits seit längerer Zeit entschlüsselt. So kennt man Regionen des Gehirns, die für die Analyse der Sprache und der wörtlichen Bedeutung eines Witzes zuständig sind und die den entsprechenden Gesichtsmuskeln und Stimmbändern das mimische und vokale Lachen ermöglichen. Das eigentliche Geheimnis des Humors liegt jedoch im Nucleus accumbens, also einem „Belohnungszentrum" im Gehirn, das auch durch Kokain, Geld oder ein hübsches Gesicht aktiviert werden kann – so die Wissenschaftler. Offenbar ist es vor allem der Botenstoff Dopamin, der in dieser Gehirnregion laut kernspintomografischer Erkenntnisse besonders kräftig ausgeschüttet werde und sich an zahlreichen Andockstellen (...) des Belohnungssystems binde. Je besser der Witz, desto mehr Dopamin – und desto größer Heiterkeit, Lachen und alle ihre physiologischen Konsequenzen im positiven Sinne.
Aus Wissenschaft & Forschung der Gesundheitszeitung (Ärztliche Praxis) 3(2004)
