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Klinikclowns im Kreis Steinfurt e.V.

Maria strickt für Klinikclowns

90-Jährige hat Freude an der Handarbeit für Neugeborene

Maria strickt für Klinikclowns

Im April wird Maria 90. Damit ist sie fast ein Jahrhundert älter als diejenigen, für die sie strickt: Die Frühchenmützen fließen der Seniorin aus Ibbenbüren nur so von der Nadel – zur Freude der Frühcheneltern, zu unserer Freude, weil wir die Mützchen weitergeben können, und zu ihrer eigenen. „Das Stricken beruhigt mich“, sagt Maria. Und so strickt sie nach dem Mittagsessen oder abends vor dem Schlafen.

Das beeindruckt nicht nur ihre Tochter Anita Bachschneider, die manchmal staunt: „Wahnsinn, Mama, was du zusammenstrickst!“ Auch der Handarbeitskreis des Betreuten Wohnen, wo Maria lebt, ist bereits auf ihre Arbeiten aufmerksam geworden. Neben den Mützchen näht Maria nämlich auch noch die Strickpüppchen zusammen, die ihre Tochter auf der Strickmaschine herstellt. „Da komme ich manchmal gar nicht hinterher“, sagt Anita Bachschneider.

Sie hat wie ihre Mutter Freude an der Handarbeit und suchte nach einem Abnehmer für die Ergebnisse. Zunächst strickte sie für das Projekt Trostteddys, dann sah sie sich nach einer regionalen Möglichkeit um und fand uns. „Ich betreue selbst eine ältere Dame, die allein immer sehr viel Angst hatte“, erzählt sie. „Seit ich ihr eine Strickpuppe geschenkt habe, ist die Angst weg. ‚Ich bin doch jetzt nicht mehr allein‘, sagt sie. Das ist doch schön, wenn man jemanden mit einer solchen Kleinigkeit glücklich machen kann.“

Das sieht auch der Handarbeitskreis so und hat Maria nun gebeten, die Teilnehmer anzuleiten. Die Ergebnisse werden dann beim Basar verkauft. „Meine Mutter freut sich riesig, wenn sie mit der Handarbeit anderen ein Geschenk machen kann“, sagt Anita Bachschneider, „auch wenn sie das aus Bescheidenheit nicht zeigt.“

Die eifrige Arbeit der beiden für den guten Zweck verschlingt allerdings mächtig viel Wolle – und die ist teuer. Wenn also jemand Wolle spenden möchte, dann schreibe er Anita Bachschneider einfach. Besonders sehr weiche Wolle für die empfindlichen Frühchen-Köpfchen ist gefragt.