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Klinikclowns im Kreis Steinfurt e.V.

20 Jahre Klinikclowns im Kreis Steinfurt

Verein feiert Geburtstag mit einem Familienkalender

20 Jahre Klinikclowns im Kreis Steinfurt

Voller Vergnügen präsentieren den Familienkalender 2022 (v. l.) Clown „Friedrich“, stellv. Schatzmeisterin Eva Conermann, Clownin „Mimi“ und Schriftführerin Andrea Santel.

Rheine. Als Clownin „Lotta“ alias Birgitta Gutsch-Esser vor vielen Jahren einen Anruf vom Chefarzt der Kinderklinik in Rheine bekam, konnte sie sich noch nicht vorstellen, was sich daraus 20 Jahre später ergeben würde: Der Chefarzt, Dr. Hans-Georg Hoffmann, wollte gerne Clowns in der Klinik haben. „Ich erinnere mich noch sehr gut an das erste Gespräch mit Clownin ‚Lotta‘“, blickt Hoffmann zurück. „Ich kannte die heilende Wirkung der Klinikclown-Arbeit auf Kinderseelen bereits aus meinen Ausbildungsjahren an der Kinderklinik in Wiesbaden und Frau Gutsch und ich wurden uns schnell einig.“

„Lotta“, alias Birgitta Gutsch-Esser, mittlerweile Clownin a. D., war die erste Clownin des Vereins und hat die Vereinsgründung auf den Weg gebracht.

1994 brachte Laura Fernandez die Idee aus Amerika mit und etablierte die ersten Clowndoktoren in Deutschland – und zwar an der Kinderklinik in Wiesbaden. So kam Hoffmann bereits als einer der ersten in Kontakt mit der Klinikclown-Arbeit. Als sich ihm in Rheine die Chance bot, ein ähnliches Angebot zu etablieren, war die Freude entsprechend groß. „Lotta“ begann ihr Clown-Dasein zunächst allein, kurz danach fand sie in Michael Westermeier einen Spielpartner: „Konrad“.

Zusammen legten sie den Grundstein für die Klinikclowns. Nach anderthalb Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit beschlossen die beiden Clowns 2001, einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Das gesellschaftliche Interesse war groß: Die Klinikclowns bekamen finanzielle Unterstützung und konnten die ersten Projekte auf die Beine stellen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Viele Einrichtungen wollten bald Clown-Visiten buchen.

„Herr Dr. Hoffmann ist von Beginn an bis heute eine ganz wichtige Konstante und Unterstützung für unseren Verein“, sagt Gutsch-Esser, heute Clownin a. D. und Vorsitzende des Vereins. „Gerade auch in der Corona-Zeit hat er sich sehr für uns starkgemacht, sodass wir in die Hygienekonzepte eingebunden wurden und recht früh wieder in die Kinderklinik durften.“

Heute sind sieben Clowns für den Verein regelmäßig unterwegs in drei Kinderkliniken und sechs Senioreneinrichtungen – sofern Corona mitspielt. Die Anzahl der Einsatzbereiche ist vielfältig: Die Klinikclowns im Kreis Steinfurt ermutigen Kinder, helfen Senioren dabei, sich zu erinnern, arbeiten mit Demenzerkrankten, unterstützen Inklusion und begleiten Sterbende. Um dieses breite Spektrum abzudecken und Menschen helfen zu können, bilden sich die Clowns regelmäßig fort. „Die Klinikclowns sind fester Bestandteil der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Mathias-Spital und zaubern jede Woche ein Lächeln in die Gesichter unserer Kinder“, ist Hoffmann froh, vor 20 Jahren zusammen mit Gutsch den Verein auf den Weg gebracht zu haben.

Feiern werden die Klinikclowns ihren runden Geburtstag dieses Jahr wohl nicht können; auch der Tag des Kinderkrankenhauses am Mathias-Spital, an dem sie sich regelmäßig beteiligen, fällt weg. Deswegen begehen sie das Jubiläum mit einem Familienkalender, der auf 20 Jahre Klinikclowns im Kreis Steinfurt zurückblickt. Die Ausgabeorte werden in Kürze bekannt gegeben.