Flashmob zum Geburtstag
Klinikclowns im Kreis Steinfurt feiern 25 Jahre Bestehen

Einen Flashmob statt eines Kaffeekränzchens veranstalteten die Klinikclowns am Samstag in der Rheiner Innenstadt anlässlich des 25. Vereinsgeburtstags.
Rheine. Andere laden zum Geburtstagskaffee – die Klinikclowns im Kreis Steinfurt veranstalteten am Samstag einen Flashmob in der Rheiner Fußgängerzone anlässlich ihres 25. Vereinsbestehens. Damit wurde deutlich: Auch nach einem Vierteljahrhundert sind die Clowns für eine Überraschung gut und durchbrechen den Alltag, um Freude ins Leben der Menschen zu bringen, zu denen sie kommen.

„Konrad“ und „Lotta“ waren 2001 die ersten Clowns, die für den Verein arbeiteten und an seiner Gründung maßgeblich beteiligt waren.
2001 begannen „Lotta“ und „Konrad“ mit der Arbeit am Mathias-Spital Rheine und der Verein wurde gegründet. Über die Jahre kamen immer mehr Einrichtungen und Clowns dazu. Aktuell zählt der Verein acht aktive Clowns. „Unsere Arbeit ist nur dank der großen Unterstützung aus der Bevölkerung und der Unternehmenslandschaft des Kreises möglich“, würdigt Olinda Marinho e Campos, die Vereinsvorsitzende, das Engagement der Menschen, die sich immer wieder neue Ideen einfallen lassen, wie sie Geld auftreiben können für die Arbeit der Clowns.
„Wir Klinikclowns sind nicht nur für Kinder eine freundliche Oase im Krankenhaus-Alltag – sie tun auch Eltern und dem Team auf der Station gut“, erzählt Marinho e Campos. „Wenn das Kind lächelt oder gar lacht, entspannt das alle Menschen, die an einer Situation teilhaben“ – im Mathias-Spital Rheine oder in der Klinik für Kinder- und Jugendrheumatologie in Sendenhorst.
Doch nicht nur Kinder benötigen manchmal einen Moment der Helligkeit, Wärme und Zuneigung. Deswegen sind die Clowns aktuell auch tätig in Alten- und Pflegeeinrichtungen in Havixbeck, Greven, Halverde, Ibbenbüren, Gronau-Epe, Lengerich und Recke. „In den 25 Jahren unserer Vereinsarbeit haben wir alte Menschen, Menschen mit Demenz, Menschen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen sowie sterbende Menschen begleitet – oft über viele Jahre“, so die Vorsitzende.
Die Clowns sind Grenzgänger zwischen Realität und Fantasie und achten dabei immer die individuellen Grenzen ihres Gegenübers. Um diese sehr einfühlsame Arbeit leisten zu können, sind sie speziell ausgebildet. In ihrer Arbeit geht es nicht um den schnellen Gag, sondern um die Verbindung zwischen ihnen und ihrem Gegenüber – immer nach dem Motto: Ich mach mein Herz auf – möchtest du reinkommen?


